Sommerfest und Verabschiedung von Frau Ruth Braun-Spiehl

Das große Sommerfest der Grundschule Rieneck war nicht nur ein bunter und froher Ausschnitt des Schülerlebens hoch am Lamperfeld, sondern auch ein verdienter Rahmen für die Verabschiedung einer seit vier Jahrzehnten für die Rienecker Kinder wirkenden Lehrerpersönlichkeit: Frau Ruth Braun-Spiehl wird zum Ende des Schuljahres ihren aktiven Schuldienst beenden und ihren Ruhestand antreten. Dazu hatten sich neben den Eltern und Großeltern der Schulkinder auch viele Bürger und Ehrengäste auf dem Schulhof versammelt, denen ein rund einstündiges Programm von den Schülern, den Lehrern und dem Elternbeirat geboten wurde.


Schulleiter Rainer Bauer freute sich über den tollen Zuspruch der Gäste, über das schöne Wetter und über eine ganze Reihe von Ehrengästen von Rieneck und den umliegenden Orten, darunter auch den MdB Bernd Rützel, der selbst hier zur Schule ging. In einer launigen Rückschau beleuchtete der Schulleiter dann den schulischen Werdegang von Frau Braun-Spiehl, die in einem eigens für sie aufgestellten Pavillon bei Blumen und Sekt ihrer Verabschiedung lauschten durfte. Rainer Bauer hob besonders ihre ausgeprägten Eigenschaften hervor, die eine herausragende Lehrkraft ausmache: Geduld, Einfühlungsvermögen, Engagement und Fleiß, und eine vorbildliche pädagogische Einstellung. „So hast du deine gesamte Person, deine Fähigkeiten und Leidenschaft und dein gesamtes Arbeitsleben in über 40 Jahren für die Rienecker Kinder eingesetzt und diese Aufgabe mit einer gehörigen Portion Gelassenheit, Humor und enormen Fleiß vollbracht!“, lobte der Schulleiter die beliebte Lehrkraft. Als seine Stellvertreterin sei sie stets ein enorm wichtiger Rückhalt für ihn gewesen, ihre Unterstützung im Rücken haben ihn sehr gestärkt und war sehr wichtig für ihn, hob er hervor und wünschte ihr viel Elan und Glück bei den Plänen für den neuen Lebensabschnitt.

Auch der Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel, der hier die damalige Volksschule ab 1977 oberhalb seines Elternhauses in der Obertorstraße besuchte, und zu den Schülern der ersten Klasse gehörte, die Frau Braun-Spiehl als erste im Schuljahr 1977/78 verantwortlich unterrichtete. „42 Kinder waren wir damals, und wir durften damals noch wirklich Kind sein. Die Schule hat mir gut getan, es hat alles gepasst!“, erinnerte er sich, und er hatte sogar noch sein Zeugnis aus dem ersten Jahrgang dabei, aus dem er die Widmung der Lehrerin Braun-Spiehl zur allgemeinen Erheiterung vorlas. Dazu als Geschenk noch einen Gutschein für einen Besuch bei ihm im Bundestag in Berlin, „aber nur wenn ihr mich bei der Wahl im Herbst erstmal wieder wählt!“, lachte Rützel. Gemeinsam mit einer ganzen Gruppe aus ehemaligen Schülerinnen und Schülern dieser ersten Klasse dankten sie ihrer früheren Lehrerin mit vielen Wünschen, ließen so manche Erinnerungen aufleben und überreichten ihr eine große Torte mit dem Klassenbild.

Nach einem Lied des Kinderchors der Grundschule unter Leitung von Lehrerin Suliva Wiesler hatte die 2. Klasse so einige Überraschungen für ihre Lehrerin vorbereitet: ein Wanderrucksack für die kommenden Freizeiten mit vielen kleinen Utensilien, einem Fotoapparat, Wanderkarten, Regenschutz usw. war ihr Dankeschön für die „hervorragend Pädagogin“, wie auch Bärbel Abersfelder als Elternbeiratsvorsitzende hervorhob. Dazu gab s viele Blumen, gute Tipps und Wünsche und so manche kleine Träne. Die Schüler hatten sich für ihre Lehrerin auch noch ein ganz besonderes Quiz ausgedacht: als Kandidaten mussten Schulleiter Bauer, das frühere Hausmeisterehepaar Ingrid und Willy Hofmann, Bärbel Abersfelder und die ehemalige Schulleiterin Anita Huber auf Fragen der Kinder antworten und mit Holztafeln ihre Lösungen präsentieren- sehr zur Erheiterung der Gäste. Mit einer sportlichen Vorführung unterhielten die Kinder aus der 4. Klasse von Rainer Bauer die Zuschauer auf dem Schulplatz: sie zeigten auf dem Trampolin Sprünge und gekonnte Saltos , was mit viel Beifall bedacht wurde. Auch die Lehrerschaft trug zum gelungenen Abschied ihrer Kollegin neben der großen Vorbereitungen noch mit einem gemeinsamen Lied bei, bevor dann bei Kaffee und Kuchen, Häppchen und Bretzel, Obst und kalten Getränken auch der kulinarische Teil des Sommerfestes nicht zu kurz kam.